Kusel

Kusel, bis 1865 Cusel geschrieben, ist die Kreisstadt des Landkreises Kusel sowie Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Kusel. Kusel liegt am Kuselbach im Südwesten von Rheinland-Pfalz im Nordpfälzer Bergland. Mit seinen rund 5000 Einwohnern konkurriert Kusel mit Cochem um den Titel der kleinsten Kreisstadt Deutschlands.

Die Kleinstadt Kusel gliedert sich vor allem in die Kernstadt um die historische Altstadt herum, den mittlerweile mit dem Kerngebiet verschmolzenen Stadtteil Diedelkopf und das Wohngebiet „Am Holler“, sowie den Stadtteil Bledesbach.

Der Jahresniederschlag beträgt 863 mm. Die Niederschläge liegen im oberen Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 74% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,8 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren mäßig. An 50% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Einst lebten Kelten und Römer in der Gegend von Kusel.

Durch die Schlacht bei Zülpich 496 kam Kusel unter fränkische Herrschaft und wurde durch Kauf oder Schenkung zu einem Teil des Reichslandes um Kaiserslautern. Im 7. Jahrhundert wurde auf den Ruinen eines römischen Gutshofes ein fränkischer Königshof gebaut, der eine Verpflegungsstätte darstellte, der „Curtis Cosla“. Im Jahr 850 wird dieser Hof das erste Mal in einer Urkunde erwähnt.

Im 9. Jahrhundert befanden sich der Hof und das umliegende Land im Eigentum des Erzbistums Reims, dessen Gründer Remigius war. Der Königshof wandelte sich durch Mönche, die ihn organisierten, zum Klosterhof, und so wurde er zum Zentrum kirchlicher und wirtschaftlicher Interessen im so genannten Remigiusland. 902 weihte der Erzbischof Heriveus von Reims die Remigiuskirche auf dem heutigen Marktplatz zur ersten Mutterkirche der gesamten Umgebung. 931 wurde der Hof zu Kusel mit dem umliegenden Gebiet dem Kloster St. Remy in Reims übergeben. Auf dem nahegelegenen Remigiusberg errichteten Reimser Mönche 1127 die Benediktinerpropstei, die nun zum kirchlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Der Hof zu Kusel wurde durch die Vertretung eines Hofschultheißen zum Sitz der Verwaltung.

Die Grafen von Veldenz (1127–1444) wurden zu Schutzvögten des Landes. Um 1214 wurde in der Nähe die Burg Lichtenberg errichtet, die heute als die größte Burgruine Deutschlands (425 m lang, 382 m über NN) bekannt ist. Kusel wurde 1387 erstmals in einer Urkunde des Grafen von Veldenz als „Cuscheln der Stat“ urkundlich erwähnt. Die Befestigung mit Stadtgräben, Mauern, Türmen und Toren begann. 1444 wurde Kusel an Zweibrücken übertragen, da die Veldenzer Grafenlinie endete. Burg Lichtenberg wurde zum Oberamt Lichtenberg.

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